Lichtplanung: Warum eine einzelne Lampe nie ausreicht

Oft wird bei der Einrichtung viel Zeit in Möbel, Farben und Dekoration investiert und die Beleuchtung außer Acht gelassen. Dabei hat Licht einen enormen Einfluss darauf, wie ein Raum wirkt und wie wohl wir uns darin fühlen. Ein Grundkriterium einer stimmigen Beleuchtung ist dabei:

Gute Beleuchtung besteht nie nur aus einer Lampe!

Der wahrscheinlich häufigste Fehler: Ein Raum wird ausschließlich über eine zentrale Deckenlampe beleuchtet.

Eine stimmige Beleuchtung besteht jedoch immer aus verschiedenen Lichtquellen mit unterschiedlichen Aufgaben. Erst das Zusammenspiel aus Grundbeleuchtung, funktionalem Licht und Akzentbeleuchtung sorgt dafür, dass ein Raum wirklich angenehm und wohnlich wirkt.

1. Ebene: Grundbeleuchtung

Die Grundbeleuchtung sorgt für die allgemeine Helligkeit im Raum und bildet die Basis des gesamten Lichtkonzepts.

Sie entsteht meist über:

  • einzelne Deckenleuchten

  • Einbauspots

  • Schienensysteme mit flexibel ausrichtbaren Leuchten

Besonders praktisch: eine dimmbare Grundbeleuchtung. So lässt sich die Lichtstimmung je nach Tageszeit und Situation flexibel anpassen.

Ideal ist dabei:

  • je heller das Licht, desto neutraler darf es sein (→ Wirkung: Tageslicht)

  • je dunkler das Licht wird, desto wärmer sollte gleichzeitig die Lichtfarbe werden (→ Wirkung: Gemütlichkeit)

Dadurch entsteht automatisch eine harmonische Lichtstimmung.

2. Ebene: Funktionale Beleuchtung

Die Funktionale Beleuchtung unterstützt bestimmte Tätigkeiten und sorgt dafür, dass einzelne Bereiche gezielt gut ausgeleuchtet sind.

Meist erfolgt sie über Tisch- oder Stehleuchten, zum Beispiel:

  • eine Schreibtischleuchte im Arbeitsbereich

  • warme, gemütliche Nachttischleuchten

  • eine ausrichtbare Leselampe neben dem Sessel

  • zusätzliche Beleuchtung im Arbeitsbereich der Küche oder am Esstisch

Gerade im Homeoffice oder beim Kochen macht gutes Arbeitslicht einen großen Unterschied.

3. Ebene: Akzentbeleuchtung

Akzentbeleuchtung dient weniger dazu, den Raum auszuleuchten, sondern vielmehr dazu, Atmosphäre, Tiefe und Gemütlichkeit zu schaffen.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • indirekt beleuchtete Bilder

  • dekorative Wand- & Bodenleuchten

  • beleuchtete Vitrinen

  • kleine dekorative Akzentleuchten

  • Kerzen oder stimmungsvolles diffuses Licht

Hier gilt meistens: Je wärmer das Licht, desto gemütlicher wirkt der Raum.

Oft sind es genau diese kleinen Lichtquellen, die einem Zuhause am Abend seine besondere Atmosphäre verleihen.

Grundregel: Wenn du die Deckenleuchte abends ausgeschaltet lassen kannst und die Beleuchtung im Raum trotzdem funktioniert, hast du alles richtig gemacht.

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